Immobilien in Excel verwalten:
bis hierhin und nicht weiter
Excel ist für den Einstieg schwer zu schlagen: kostenlos, sofort da, macht genau, was du willst. Es gibt aber fünf Punkte, an denen die Tabelle kippt, und die haben alle damit zu tun, dass eine Tabelle rechnet, aber nichts weiß.
Wo Excel wirklich reicht
Es lohnt sich, das ehrlich festzuhalten, weil die meisten Vergleichsseiten hier zu schnell weitergehen: Bei einer vermieteten Wohnung mit einem Darlehen und einem langjährigen Mieter ist eine Tabelle völlig angemessen. Einnahmen und Ausgaben, einmal im Jahr die Abrechnung, fertig. Wer in dieser Lage eine Software sucht, löst ein Problem, das er nicht hat.
Interessant wird die Frage erst, wenn mehrere Objekte, mehrere Darlehen und wechselnde Mieter zusammenkommen. Dann verschiebt sich der Aufwand vom Rechnen zum Nachhalten, und dafür ist eine Tabelle nicht gebaut.
Die fünf Kipppunkte
An diesen Stellen kostet die Tabelle mehr, als sie spart.
Die Tabelle weiß nicht, was eingegangen ist
Sie kennt die Soll-Miete, nicht den Kontostand. Der Abgleich zwischen Mietenliste und Kontoauszug bleibt Handarbeit, Monat für Monat, Einheit für Einheit.
Sie erinnert an nichts
Eine Zinsbindung, die in acht Monaten ausläuft, steht in der Zelle und passiert trotzdem. Eine übersehene Anschlussfinanzierung ist der teuerste Fehler in diesem Geschäft.
Der Wert bleibt auf dem Stand von damals
In der Tabelle steht der Kaufpreis. Was das Objekt heute wert ist, und damit auch der tatsächliche Beleihungsauslauf, steht nirgends.
Mehrere Einheiten sprengen die Struktur
Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen, getrennten Mietverhältnissen und einem Mieterwechsel mitten im Jahr führt zu Hilfsspalten, die nur ihr Urheber versteht.
Zu zweit wird es unübersichtlich
Sobald Steuerberater oder Partner mitarbeiten, entstehen Versionen. Am Jahresende diskutiert man dann darüber, welche Datei die richtige ist.
Dieselbe Aufgabe, zwei Wege
Kein Zauber, nur die Frage, wer die Verknüpfung herstellt.
| Aufgabe | In Excel | In onprop |
|---|---|---|
| Offene Mieten finden | Kontoauszug mit Mietenliste vergleichen | Status je Zahlung nach Bankabgleich |
| Rendite je Objekt | Formel pflegen und bei Änderungen nachziehen | Wird laufend berechnet, auch nach Mietanpassung |
| Marktwert heute | Schätzung oder Kaufpreis von damals | Monatliche Ermittlung mit 24-Monats-Verlauf |
| Auslaufende Zinsbindung | Auffallen lassen | Warnung zwölf Monate vorher |
| Nebenkostenabrechnung | Jährlich neu aufgebaut | Kosten erfassen, Schlüssel wählen, PDF je Einheit |
| Zusammenarbeit | Datei verschicken, Versionen abgleichen | Gemeinsamer Stand mit Zugriffsrechten |
So läuft der Umstieg
Der Aufwand liegt bei einem Nachmittag, nicht bei einem Wochenende.
- Bestandsliste hochladen. Die KI liest die Spalten und schlägt die Zuordnung zu Objekten, Einheiten und Mieten vor.
- Zuordnung prüfen. Du korrigierst, was nicht passt. Übernommen wird nur Bestätigtes, nichts läuft still durch.
- Verträge nachreichen. Mietverträge, Grundbuchauszüge und Abrechnungen werden per Texterkennung ausgelesen und ergänzen die Stammdaten.
- Bank verbinden. Ab dem nächsten Monat ordnet sich der Zahlungseingang von selbst zu, der Punkt, an dem die alte Tabelle endgültig überflüssig wird.
Häufige Fragen
Kann ich meine Excel-Liste importieren?
Ja. Du lädst die Datei hoch, die KI erkennt, welche Spalte welches Feld ist, also Adresse, Fläche, Kaltmiete, Kaufpreis, und schlägt die Zuordnung vor. Du prüfst und bestätigst. Eine bestimmte Vorlage musst du nicht einhalten, gewachsene Listen sind der Normalfall.
Was passiert mit meinen Formeln und der Historie?
Die Formeln werden nicht übernommen, weil onprop die entsprechenden Kennzahlen selbst berechnet: Rendite, Cashflow, Restschuld, Beleihungsauslauf. Übernommen werden die Werte. Die alte Datei bleibt unverändert bei dir liegen, der Import verändert sie nicht.
Ist Excel nicht sicherer, weil die Daten bei mir liegen?
Eine lokale Datei ist nicht automatisch sicherer, sie liegt meist unverschlüsselt auf einem Rechner ohne Backup, und beim Teilen entstehen Kopien, die niemand mehr nachhält. onprop speichert verschlüsselt auf Servern in der EU mit Zugriffsrechten je Nutzer. Was Excel wirklich voraushat, ist die Unabhängigkeit vom Anbieter.
Kann ich beides parallel nutzen?
Für eine Übergangszeit ja, dauerhaft ist es die schlechteste Variante: Zwei Datenstände, die auseinanderlaufen, kosten mehr Zeit als jede der beiden Varianten allein. Sinnvoller ist ein Objekt als Pilot und danach der vollständige Wechsel.
Was, wenn ich zurück will?
Deine Daten lassen sich exportieren, dazu gibt es eine offene API. Ein Wechsel zurück oder weiter zu einem anderen System ist damit kein Sonderfall.
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Nimm deine Tabelle einfach mit
Bestandsliste hochladen, Zuordnung der Spalten bestätigen, fertig. Abtippen ist nicht vorgesehen.